am 10. September

Altpapiersammlung MGV

Festbuch

100 Jahre MGV

Ausflüge und Sängerfreizeiten

Mit diesem Thema ließe sich sicherlich ein separates Buch füllen, jedoch fehlen zu den Anekdoten der frühen Jahre leider die Zeitzeugen; auf die Protokolle der Vereinsvorsitzenden (bis 1934) wird verwiesen. Deshalb sollen hier die entsprechenden Daten genügen:

 

Mai 1924 - Heidelberg

Juli 1928 - Bacharach am Rhein

Juni 1929 - Schwarzwald, Schwarzenbachtalsperre, Mummelsee

Mai 1930 - Offenau

Mai 1931 - Maulbronn (zu Fuß)

 

Sept. 1949 - Pfalz: Landau (Süddeutsche Gartenbauausstellung), Weinstraße, Dürkheim (großes Fass)

Sept. 1951 - Triberg, Donaueschingen, Kloster Beuron, Meersburg, Markdorf, Mainau, Konstanz, Übernachtung in Markdorf

Sept. 1951 - Böchingen

Mai 1955 - Böchingen

Aug. 1956 - Rothenburg o.d. Tauber

Sept. 1958 - Badische Weinstraße zusammen mit dem Patenverein Böchingen, Abschluss bei der Brauerei Moninger in Karlsruhe

März 1959 - Pfalz – Weintor, Bad Bergzabern, Dahn, Ehrenfriedhof (mit Singen), Ausklang in Böchingen

Sept. 1960 - Fahrt mit dem Sonntagsbummler Rheintal, Bingen, Bacherach, Rüdesheim

1962 - Jahresausflug in die „engere Heimat“

Juni 1965 - Böchingen

1971 - Fahrt ins Allgäu (siehe BNNArtikel auf der rechten Seite)

 

 

 

Sept. 1973 - Amsterdam, Rotterdam, Zandvoort – Treffen mit Altsänger Cornel Vingerhoets, der – gebürtig in Holland - nach dem zweiten Weltkrieg lange Jahre in Flehingen als Knecht arbeitete und als guter Sänger beim MGV mitsang.

Juni 1977 - Fahrt mit dem Sonntagsbummler zum Vierwaldstätter See und auf den Rigi in der Schweiz

Mai 1981 - Fliess, Tirol

Juli 1982 - Böchingen

Juni 1984 - Lüneburger Heide

Sept. 1985 - Böchingen

Mai 1986 - Mosel

Sept. 1987 - Kaiserstuhl

Mai 1988 - Bayerischer Wald – Waldkirchen Kloster Weltenburg

Sept. 1989 - Odenwald – Miltenberg – Kloster Engelberg

Juni 1990 - Jungholz, Tirol

Mai 1992 - Rheinland - Ahrtal

Aug. 1993 - Böchingen

Sept. 1994 - Thüringer Wald

Sept. 1995 - Wittendorf

Juli 1996 – Böchingen

Juni 1997 - Böchingen

Okt. 1998 - München, Starnberger- und Ammersee, Bavaria Filmstudios, Kloster Andechs, Blaubeuren Blautopf

Mai 2000 - Brauereibesichtigung Palmbräu (Eppingen)

Juni 2000 - Böchingen

Sept. 2002 - Bodensee

Sept. 2005 - Worms, Kloster Lorsch

Aug. 2006 - Saarschleife, Mettlach, Saarburg, Völklinger Hütte

Juli 2008 - Partnergemeinde Heinfels

Juli 2010 - Sauerland

Okt. 2014 - Regensburg, Kloster Weltenburg, Kuchlbauer`s Bierwelt

Juni 2016 - Oberschwaben, Bad Schussenried

Juli 2017 - Bad Friedrichshall, Billigheim

Juni 2018 - Speyer, Bad Dürkheim, Neustadt (Hambacher Schloß), Gönnheim

 

 

Die Fahrt führte nach Oberstdorf, das nach zwei kurzen Rastpausen bereits um 13 Uhr erreicht wurde. Die Teilnehmer entstiegen dem Bus direkt vor der Gaststätte, in der das Mittagessen vorbestellt war.

Nachmittags wurde, der neuen Losung „Trimm Dich fit“ folgend, die erste Wanderung unternommen. Sie führte durch die Breitachklamm die seit ihrer 1905 erfolgten Erschließung Millionen von Wanderern begeistert und ergriffen hat. Es gibt kaum Worte, mit denen die wilde Schönheit der Schlucht geschildert werden kann. Am Ende des Naturwunders, bei dem schon auf österreichischem Gebiet liegenden Grenzgasthof, erwartete der Bus die Wanderer und brachte diese nach Obermaiselstein, wo gerade das Fest des Jahres, der Almabtrieb, gefeiert wurde.

Bei der Ankunft in Obermaiselstein trat Schnitter Tod an den Fahrtteilnehmer Anton Leis heran und entführte den Lebensfrohen in sein Reich. Schon vor einigen Jahren hatte der Herztod diesen Mitbürger bedroht. Es läßt sich denken, daß nach dem Bekanntwerden des Hinscheidens des Reisekameraden das für den Abend in Fischen vorgesehene gesellige Beisammensein in gedämpfter Stimmung verlief.

Der folgende Tag sollte nach einigen Erwägungen, ob es nicht angesichts des Unglücks geraten wäre, die Fahrt abzubrechen, wieder ganz den Lebenden gehören. Zum einmaligen Erlebnis wurde die Besteigung des Nebelhorns, mit Hilfe der Nebelhornbahn oder ganz auf Schusters Rappen.

Unbeschreiblich schön ist die Fernsicht vom Nebelhorn, das von mehreren Tälern strahlenförmig umschlossen wird. Im Westen zeigt sich der lange Silberstreifen des Bodensees und nach Norden geht der Blick weit hinaus in das Schwäbische Hügelland. Der Ausblick reicht von der Zugspitze über die Allgäuer Hochgebirgskette bis zu den Lechtaler Bergen und den Riesen des Berner Oberlandes. Die Gipfelhütte am Nebelhorn mit der großen Aussichtsterrasse und den behaglichen Wirtschaftsräumen lädt zum Rasten ein.

Der Männergesangverein „Einigkeit“ hat schon viele Reisen und Fahrten unternommen, die in der Rückschau den Stempel „unvergeßlich“ erhielten. Die Fahrt zum Nebelhorn wird, abgesehen von dem tragischen Ereignis, dem Tod von Anton Leis, noch lange in der Erinnerung haften.

 

Mai 1978 - MGV Jugend in Südfrankreich

Sängerfreizeiten fanden und finden (Ausnahme Corona) nahezu jedes Jahr seit über dreißig Jahren statt. Der erste Probeort war Wittendorf bei Freudenstadt im Schwarzwald. In den Anfangszeiten der Sängerfreizeiten in Wittendorf lag der Termin oft am Wochenende des Wittendorfer Theaterabends. In der dortigen Mehrzweckhalle fand nach der Aufführung Tanz und Bewirtung statt, wo sich viele Sänger dann noch trafen.

Damals waren die Flehinger Sänger in Wittendorf noch nicht bekannt, und diese Tatsache nutze Bernhard Jonitz aus, sich als Ortsvorsteher von Sickingen auszugeben. Dabei kam er recht schnell mit dem echten Wittendorfer Ortsvorsteher ins Gespräch. Bernhard war so clever und eloquent, dass es niemandem auffiel. Lediglich wir Sänger mussten uns das Lachen das eine oder andere Mal verkneifen. Das war nur eine von vielen Geschichten, die wir in Wittendorf erleben durften.

Nachdem wir viele Jahre in Wittendorf verweilten, wurden die Stimmen lauter, dass wir nun doch mal einen Ortswechsel vornehmen sollten.

 

Die nächste Location fanden wir dann in Mühlenbach bei Haslach im Kinzigtal. Dort mussten wir feststellen, wie toll es doch in Wittendorf gewesen war.

Schon die Anfahrt während eines Schneesturms war abenteuerlich. Das dürfte auch Rolf Wilk noch wissen. Nach Bezug der Zimmer, wurde auf eine Bitte nach Toilettenpapier die Frage gestellt, ob man es denn so schnell schon gegessen habe …

Tja und eine Sauna gab es auch, bloß blöd, wenn man dann zusammen in den Schnee hinausgeht und die Türe hinter einem ins Schloss fällt; da war dann Phantasie gefragt …

Nicht nur die Proberäume, sondern eben auch das Essen ließen zu wünschen übrig. Schnell war der Spitzname „Friteusenbach“ geboren. Diese Lokalität erwies sich dann doch nur als Zwischenstation.

 

 

Anschließend probierten wir es wiederum im Schwarzwald und zwar in Göttelfingen. Das stellte sich für uns als Glücksfall heraus. Göttelfingen ist geradezu ideal für uns. Nicht nur schöne Proberäume, nette Belegschaft und perfekte Verpflegung, sondern auch für die Unterhaltung ist dort bestens gesorgt.

Im Gasthof Traube wurde fast original das Flehinger Scharfe Eck in deren Keller eingebaut. Genau wie in Flehingen stehen dort Dartautomaten, wo wir dann schnell neue Freundschaften geschlossen haben.

Annemarie, Stefanie und Thomas aus Bad Dürkheim durften wir dort kennenlernen. Daraus hat sich die Gruppe der Flehinger Pfalzfreunde gebildet. Mittlerweile hat der MGV einen tollen Ausflug in deren Heimat veranstaltet und unsere Freunde aus der Pfalz durften wir auch schon mehrmals beim MGV Fasching als Gäste begrüßen.

Das nur in aller Kürze zu unseren Sängerfreizeiten und Ausflügen, denn Anekdoten und Geschichten hierzu gibt es mehr als genug.
Wenn ihr sie hören und miterleben wollt, kommt doch einfach bei uns vorbei!
Matthias Schnauffer

 

 „Scharfes Eck“ im UG der Traube in Göttelfingen

Proberaum Göttelfingen 2020, kurz vor dem Lockdown - da sieht man förmlich, wie der Funke
überspringt; alle sind hoch konzentriert, nur Johannes guckt etwas kritisch, was ihm da wohl
durch den Kopf ging ...

Vor 85 Jahren war das Preiskegeln beim MGV noch eine wichtige Einnahmequelle um den Dirigenten bezahlen zu können.
Wie sich doch die Zeiten ändern (Kegelraum in Göttelfingen).

き Kipfmüller Medien