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Der 57. MGV Fasching in der Schlossgartenhalle– das war ein Angriff auf die Lachmuskeln

Liebe Leser des MGV Faschingsberichts, auch in diesem Jahr hoffe ich für euch, dass Ihr am letzten Samstag den MGV Fasching besucht habt. Wenn nicht, dann habt ihr leider eine ganz besondere Veranstaltung verpasst, die an Stimmung, guter Laune und Witz nicht mehr übertroffen werden kann. Einfach genial war das.
Gleich zu Beginn ging es richtig ab. Denn die Damen des MGV Ballett präsentierten zum Thema „Follow me“ den ersten Tanz mit einer ganz tollen Choreographie. So tanzten die jungen Damen Magdalena App, Franziska Bilger, Madeleine Hilpp, Carolin Hintermayer, Sabine Seth, Samira Spranz und Isabell Zeller derart fetzig und frisch, so dass Ihnen die ganze Halle automatisch stimmungsmäßig folgen musste. Das war gekonnt und ganz großes „Kino“. Ein Hammer, der natürlich eine Zugabe zur Folge hatte. Der Grundstein für einen ganz besonderen Abend war gelegt und man merkte bereits jetzt, dass das Publikum in bester Feierlaune war und den weiteren Programmpunkten entgegenfieberte.
Nun eröffnete der Moderator Andreas Zink offiziell den Abend und begrüßte, wie kann es wegen der neuen Datenschutzverordnung anders sein, alle anwesenden Jecken „natürlich anonym“. Er führte mit viel Witz, mit so mancher Spitze, aber auch Lob für die Akteure in gekonnter Manier durch das Programm und erntete am Ende den wohlverdienten Applaus für die großartige Moderation. Ungebremst ging es weiter mit der nächsten Nummer, dem altbekannten Duo „Die 2 Freunde“ Trudbert Bauer und Manfred Spranz. Aber halt, das ist doch nicht Manne auf der Bühne? Nein, diesen Part übernahm dieses Jahr Klaus Prause, der kurzfristig den erkrankten Teil des Duos vertreten hat. Aber auch diese beiden drehten mächtig auf, spielten sich auf der Bühne wunderbar die witzigen Bälle zu und forderten die Lachmuskeln auf das Äußerste. Gekonnt isch halt gekonnt! (Lieber Manne, alle Gäste und Akteure senden dir die besten Genesungswünsche direkt aus der Schlossgartenhalle in die Reha. Werde schnell wieder gesund und bis nächstes Jahr auf der MGV Bühne.)
Und dann kam die geballte Frauenpower aus dem Hause MGV auf die Bühne. Die Mädelstruppe „Die MGV Sisters“, bestehend aus den Damen Stefanie Günther-Jacobuvic, Anna Heckele, Sabine Heckele, Margarethe Hintermayer, Elke Holz, Friederike Holz, Sabine Obhof und Susanne Schnauffer, stellten musikalisch begleitet von Stefan Wukowitsch gleich mal klar: „Wenn wir was zu sagen hätten, das ist ganz gewiss, vieles muss geändert werden ohne Kompromiss!“ Diesen Satz kann man als Motto über den ganzen fulminanten Auftritt spannen, denn mit den tollen Liedern und Ihren witzigen Texten hatten sie das Publikum wieder einmal ganz schnell auf ihre Seite gebracht! Schonungslos wurden die Missstände des letzten Jahres im Ort grandios besungen und so ging es gut gelaunt in die erste Schunkelrunde.
Nachdem die Halle ausgeschunkelt hatte, war die Zeit nun reif für eine Büttenrede und Simon Obhof betrat die Bühne. Der alte Hase in der MGV Bütt hat sich dieses Jahr an ein „ernstes“ Thema gewagt und erzählte in einem spaßigen und gekonnten Vortrag von seinen Plänen als Bürgermeisterkandidat für Oberderdingen anzutreten. Allerdings erst, wenn die Gemeinde mindestens 20.000 Einwohner hat, denn dann wird man schließlich Oberbürgermeister. Das Machtzentrum wird dann nach Flehingen verlagert und die Gemeinde wird aus den Ortschaften Flehingen, Großvillars und Klein-Derdingen bestehen. Das Ergebnis war, wie kann es anders sein, großes Gelächter und ein entsprechender Applaus. Mal wieder einfach witzig und genial vorgetragen.
Ohne Pause ging es weiter mit Götz & Co als die „MGV Abriss-Sänger“. Götz Baganz, Lukas Blankenhorn, Markus Sager, Martin Schnauffer und Matthias Schnauffer erzählten mit bekannten, aber neu getexteten Liedern sehr unterhaltsam vom Sängerleben mit ihrer Dirigentin Margit und natürlich auch vom Ortsgeschehen. Die Stimmung im Publikum brodelte, als sie von einer Begegnung mit Bürgermeister Nowitzki berichteten und mit den Zeilen: „Du ich red halt koi Schwäbisch, aber schwätz du nur weiter!“ klarstellten, dass man „diese Sprache“ nicht versteht. Echt fetzig!
Danach kam Klaus Prause zu seinem zweiten Auftritt auf die Bühne und berichtete als Hausmeister Prause in seiner wirklich originellen und humorvollen Art von allerlei zwischenmenschlichen Problemen auch zwischen Frau und Mann. Deshalb klang es immer wieder „Ui Jui Jui Au Au Au!“ durch die Halle und er verabschiedete das jaulende Publikum in die nächste Schunkel- und Tanzrunde. Ein echter Knaller!
Nach der Pause berichteten Max und Moritz aus Derdingen über die geheimen Planungen der Gemeinde, wie in Flehingen (auf die nicht so nette Tour) am besten Geld eingespart werden könne. Helmut Emrich, Gerald Hintermayer, Stefan Mathe, Simon Obhof, Martin Schnauffer und Matthias Schnauffer stellten eine konspirative Sitzung der Führung im Derdinger Rathaus gekonnt nach und mussten feststellen: „ Manche machen sich viel Müh – andere machen es wieder hie!“ Und der Bürgermeister selbst ermahnte seine Mitarbeiter, denn: „auch ein Traumjob erlaubt nicht das Schlafen während der Arbeitszeit ;-)“. Eine tolle Vorstellung, die mit entsprechend heftigem Applaus belohnt wurde. 
Der Auftritt der nächsten Truppe war ein weiterer Höhepunkt des Programms. Denn natürlich durfte auch dieses Jahr das Männerballett mit Manfred Dörner, Reinhard Heckele, Gerald Hintermayer, Franz Kolb, Timo Kolb und Martin Zink nicht fehlen. Und dieses Jahr konnte man die Bewegungen der grazilen Körper ohne jede „Angst“ genießen - da die Halle ja eh abgerissen wird. Die Halle bebte tatsächlich, denn das Publikum applaudierte stürmisch und forderte eine Zugabe. Total Klasse!
Die Verkleidungskünste der Flehinger Jecken wurden nun von Andreas Zink prämiert, der feststellen durfte, dass die Kostüme von Jahr zu Jahr besser werden. Und da so viele gelungene Verkleidungen zu finden waren, wurden kurzer Hand drei Sieger/-innen ausgezeichnet. Glückwunsch hierfür und weiter so!
Abermals sehr erheiternd war der Auftritt von X für e' U mit Andre Essig, Matthias Gäckle, Markus Müßig, Jörg Wilk und Andreas Zink. Als „gutgelaunte Bakterien“ des Flehinger Naturerlebnisbades begleiteten sie aktiv eine Schwimmbadführung vom Verein „77plus“ und wussten über das Geschehen im Bad und im Ort allerlei zu berichten. Tolle, witzige und außergewöhnlich umgesetzte Idee!
Nach einer weiteren Schunkelrunde lieferte das MGV Ballett auch dieses Mal den krönenden Abschluss dieser grandiosen Faschingsveranstaltung ab. So fesselten Magdalena App, Franziska Bilger, Madeleine Hilpp, Carolin Hintermayer, Sabine Seth, Samira Spranz und Isabell Zeller das Publikum mit gleich drei musikalischen Leckerbissen. Zu Beginn mit einem Charlston, den man sozusagen als Hommage an die altehrwürdige Schlossgartenhalle sehen konnte, danach drehten sie den Spieß um und tanzten für das Publikum zum Discoknaller „Bang Bang“, bevor ein unglaublicher Abschluss auf die Bühne gepowert wurde. Zum Titel „A little Party Never Killed Nobody“ ging es dermaßen fetzig zur Sache, dass keiner der begeisterten Besucher einen Zweifel daran haben dürfte, dass die Party im nächsten Jahr in der neuen Halle nicht weniger genial werden wird. Dieser Auftritt war nicht zu toppen und wurde mit donnerndem Applaus und Rufen nach einer Zugabe belohnt. Einfach perfekt!
Nach dem Finale waren sich alle einig! Das war ein geniales, witziges und begeisterndes Faschingsfest, das seinesgleichen sucht! Und ich hoffe für Sie, dass Sie sagen können: „Ja, ich war dabei und mittendrin!“.
Nach dem Programm wurde mit der tollen Unterstützung der „Gassen Bubn“ alias Stefan Wukowitsch und Uli Tschätsch, die die Akteure des MGV Fasching auch wieder musikalisch durch das Programm begleiteten, bis in die frühen Morgenstunden munter weitergefeiert. Der MGV bedankt sich bei allen Besuchern, den Akteuren und natürlich auch bei denen, die hinter den Kulissen zum großen Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben (und sollte ich im Bericht jemanden vergessen haben: Tschuldigung!). Danke und auf eine Neues in 2020! Markus Sager, Schriftführer

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